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Tipps und Tricks für nachhaltige Ernährung bei Kindern

nachhaltige Ernährung für Kinder

Biologisch, Zero Waste und natürlich vor allem gesund soll sie sein, die nachhaltige Ernährung für unsere Kinder. Doch wie lassen sich diese Ansprüche, vor allem im Hinblick auf die oft recht knapp bemessene Zeit junger Eltern umsetzen?

Wie meistens bei nachhaltigem Lebensstil kommt es nicht darauf an, sein Leben auf einen Schlag komplett umzukrempeln. Wer das versucht, fühlt sich oft überfordert und gibt schnell wieder auf. Viel zielführender ist es, nach und nach einzelne Produkte und Gewohnheiten zu ändern oder zu ersetzen und so sein Leben mit der Zeit immer nachhaltiger zu gestalten. Das gilt auch im Bereich der Kinderernährung. Hierbei gibt es verschiedene Punkte, zu denen ihr euch Gedanken machen könnt:

nachhaltige Ernährung für Kinder einfach selbst gemacht
Nachhaltige Ernährung für Kinder: schnell und einfach selbst gemacht

Biologische Lebensmittel

Geringere Umweltbelastung, weniger Pestizide und artgerechte Haltung, die Liste der Vorzüge von Bio-Produkten ist lang. Besonders bei tierischen Produkten für kleine Kinder lohnt sich der finanzielle Mehraufwand, da hier nachweislich weniger Rückstände von Medikamenten und Hormonen enthalten sind. Die naheliegendste Möglichkeit für biologische und nachhaltige Nahrung für Kinder ist natürlich: alles selber machen. So weiß man immer genau, was wo drin ist und verzichtet auf Konservierungsstoffe und ähnliches. Oft fehlt dafür aber die Zeit, wir haben uns deshalb einige Produkte genauer angeschaut. Die führen uns gleich zum nächsten Thema:

Zero Waste bei der Kinderernährung

Möglichst plastikfrei oder sogar komplett ohne Müll: die Zero Waste Bewegung hält Einzug in alle unsere Lebensbereiche. Vor allem mit kleinen Kindern scheint ein umweltfreundlicher Lebensstil oft sehr schwierig. Bei der Ernährung ist aber dadurch, dass Babybrei zumeist in recyclebaren Gläsern verkauft wird, schon ein großer Schritt getan. Komplett Zero Waste ist natürlich nur die Muttermilch, doch auch Brei lässt sich gut selbst machen und in Eiswürfelbehältern einfrieren und aufbewahren. Hier findest du viele Tipps, Tricks und Rezepte für Babynahrung.

Es gibt jedoch auch noch einige weitere „Müllfallen“, auf die man achten sollte. So zum Beispiel die kleinen, mit Fruchtmus gefüllten Plastikbeutelchen. Oft mit zugesetztem Zucker und Konservierungsstoffen produzieren sie zudem eine Menge Müll. Eine Alternative sind Beutelchen zum selber- und wiederbefüllen. Außerdem gibt es das sogenannte Baby Led Weaning. Dabei bekommt das Kind überhaupt keinen Brei, sondern direkt feste Nahrung angeboten. Das lässt sich leicht selbst vorbereiten und mit biologischer Ernährung verknüpfen. Gut geeignet sind dafür alle möglichen weich gekochten Gemüsestückchen die das Baby gut lutschen oder mit den Kauleisten zerdrücken kann. Apropos Gemüse:

Vegetarische und vegane Ernährung für Kinder?

Die Frage, ob man sein Kind von Anfang an vegetarisch oder sogar vegan ernähren sollte, wird immer noch hitzig diskutiert. Ob Blogger, Studien oder Ärzte: begeisterte Fürsprecher stehen gegen warnende Kritiker. Eindeutig lässt sich die Frage also nicht klären, laut einer Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Ernährung wird vegane Ernährung für Kinder und Jugendliche nicht empfohlen. Die Studienergebnisse sind bisher allerdings sehr lückenhaft, erst 2020 sollen die ersten Ergebnisse einer größeren Studie des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft vorliegen und für mehr Klarheit sorgen. Generell ist die Entscheidung immer individuell und unbedingt in Rücksprache mit einem Kinderarzt zu treffen, um Nährstoffmangel vorzubeugen und wenn nötig auf Nahrungsergänzungsmittel zurückzugreifen. Wird hierauf geachtet, ist eine vegetarische oder vegane Ernährung bei Kindern aber durchaus möglich.

Weitere interessante Infos zum Thema findest du auch in diesem Video:

Vegane Ernährung für Kinder?

Unser Fazit:

Mit ein paar Tricks und guter Vorbereitung ist es also gar nicht so schwer, bei der Nahrung deines Kindes auf Nachhaltigkeit zu achten. Und es lohnt sich, sowohl was die gesunde Ernährung deines Nachwuchses angeht, als auch deine Vorbildfunktion. Denn Kinder, die nachhaltigen Ernährungs- und Lebensstil vorgelebt bekommen entwickeln viel eher ein eigenes Nachhaltigkeitsbewusstsein. Überlege dir einfach, was dir wichtig ist und gestalte so dein Leben mit Kind Schritt für Schritt und so gut du kannst ein bisschen nachhaltiger. Für die Umwelt, für dich selbst und natürlich vor allem: für die Gesundheit und Zukunft deines Kindes.

Über den Autor

Redaktion GreenKIDZ.de

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