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Nachhaltige Leggings für kleine Heldinnen

Verfasst von LifeVERDE

Nachhaltige Mode für die Kleinen gibt´s bei Mondkind. Die Leggings und weiteren Produkte werden in Handarbeit in Hamburg genäht und wurden alle von besonderen Heldinnen inspiriert. Im Interview mit Inhaberin Merle Fesche erfährst du mehr über die Kleidungsstücke, Hintergründe und Materialien.

LIFEVERDE: Frau Fesche, bitte stellen Sie uns Mondkind einmal kurz vor.

MERLE FESCHE: Ich bin Merle Fesche, Gründerin von Mondkind von Fesche und Mutter einer kleinen Piraten Prinzessin. 

Nach diversen Stationen in der Werbebranche hatte ich irgendwann das Gefühl, etwas Eigenes gründen zu wollen. Das ist noch nicht mal ein Jahr her. Ich hatte angefangen Leggings für meine Tochter zu nähen und wurde immer wieder darauf angesprochen. So entstand langsam der Mut und die Idee, Mondkind von Fesche zu gründen. Seitdem haben wir Heldinnen Leggings für Mädchen, plastikfreie Regenhosen, Musselintücher und einzelne Unikate.

Wofür steht Ihre Modemarke Mondkind?

Unsere Kleidung steht für ökologische und nachhaltige Mode, die aber trotz ökologischem Hintergrund auch immer ein bisschen Glitzer hat. Ich bin das Unternehmen und mache fast alles allein, phasenweise habe ich Hilfe beim Nähen, aber im Grunde erfinde, produziere und gestalte ich alles in Eigenregie. Mondkind von Fesche steht für Kleidung mit Seele und Musik aus Hamburg, warum Musik? Ich höre sehr gern Jazz, Singer Songwriter, Rocksteady und Soul beim Nähen und versuche immer in guter und entspannter Laune die Kleidung zu produzieren.

Welche Nachhaltigkeitsaspekte spielen bei Ihnen eine Rolle und wie setzen Sie diese um? 

Nachhaltigkeit ist uns sehr wichtig. Es ist unsere Philosophie eine bewusste, nachhaltige und ökologische Haltung zu Dingen wie Nahrung, allgemeinen Konsumgütern und eben auch Kleidung ins Bewusstsein zu holen. Alles hat einen Effekt auf unser Leben und das Leben der anderen, die Energien sind wichtig und die versuche ich sowohl bei unserer Kleidung als auch in meinem privaten Leben positiv und gesund zu halten. Wir möchten, dass jeder, der an diesem Prozess beteiligt ist, es mit einem gewissen Maß an Freude getan hat. Des Weiteren können unsere Kleidungsstücke nach einem langen und glücklichen Leben 😉 auch an uns zurückgeschickt werden und wir überlegen dann gemeinsam mit unseren Kunden, was wir daraus für ein schönes Upcycling Produkt machen können, z.B. Stirnbänder, Loops oder kleine Taschen. 

Aus welchen Materialien bestehen die Kleidungsstücke?

Unsere Leggings bestehen aus feinster und an langer Hand ausgesuchter Bio Baumwolle Jersey, unsere Regenhosen aus 100% Bio Baumwolle Eta Proof.

Von Leggings über Regenhose – Wie und wo wird die Mondkind-Kleidung hergestellt?

Wir produzieren in einem kleinen Atelier in Hamburg, Deutschland.

Jeden Monat gibt es eine neue Heldin Leggings mit verschiedenen Motiven – was hat es damit auf sich und wodurch lassen Sie sich für die Themen inspirieren?

Ja genau, jeden Monat produzieren wir eine neue Leggings in limitierter Auflage von max. 200 Stück mit einer Heldin Geschichte im Fokus. Hierbei suchen wir immer wieder nach tolle Frauen aus der Vergangenheit oder aus dem Alltag, die uns inspirieren und uns Mut geben, anders zu sein, anders zu denken und auch mal aus der Komfortzone auszubrechen. Bisher hatte wir das Model Donna, hierbei war die Namensgeberin Disco Ikone Donna Summer. Oder die Leggings Sacajawea, die ihren Namen und den Spirit durch die „vergessene Indianerin“ hat, die einen größeren Einfluss auf die Expedition von Lewis und Clark 1805/06 hatte, als man zuerst annahm. Oder auch die Meeresbiologin und Umweltaktivistin Sylvia Earle, die als Kind ins Wasser fiel und von dort an immer wieder zurück ins Meer wollte.

Alles spannende Geschichten, die uns und unsere Kinder träumen lassen und auch zeigen, dass ein Traum wahr werden kann und wir etwas Großes erreichen können, wenn wir wollen.

 

Welche aktuellen Trends und Entwicklungen finden Sie im Bereich nachhaltige und faire Kleidung besonders spannend?

Ich freue mich darüber zu sehen, dass für einen Teil der Menschen die Kleidung wieder einen angemessen Wert bekommt.

Ich sehe und spüre auch für uns deutlich den Trend, dass wieder viel mehr darauf geguckt wird, wer die Kleidung produziert hat, in welcher Qualität und mit welchem Hintergrund sie entstanden ist. Für viele ist eine günstige Massenware nicht mehr „tragbar“ und es ist schön zu sehen, dass auch das Reparieren von Kleidung wieder eine Rolle spielt. Lieblingsstücke, die uns durch unser Leben begleiten, ist doch ein schöner Gedanke, so haben es unsere Großeltern – zwar aus anderen Gründen – ja auch gemacht. Dadurch wird Kleidung ein Teil von uns und unserem Leben und ist nicht einfach ein Wegwerfprodukt, sondern ein Wegbegleiter, der uns in dem was wir tun unterstützt.

Und welche Bedingungen in Ihrer Branche würden Sie gerne ändern, damit alles noch etwas nachhaltiger abläuft?

Gerade für kleine Labels wäre es hilfreich ein schnelles und bezahlbares Zertifikat zu haben, welches schnell erkennbar macht, wie nachhaltig, fair und ökologisch ein Kleidungsstück hergestellt wurde.

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