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Jetzt geht’s los: Tipps für einen nachhaltigen Schulstart

Nachhaltiger Schulstart

Der erste Schultag steht vor der Tür und ihr seid auf der Suche nach einer nachhaltigen Erstausstattung? Wir zeigen euch, was es dabei zu beachten gibt.

Im August beginnt die Schule für viele Kinder zum ersten Mal und natürlich wird das gebührend gefeiert: Mit einer Schultüte voller Überraschungen, einem nagelneuen Schulranzen und allerhand Zubehör. Vom Mäppchen-Inhalt über die Pausenversorgung gibt es jedoch viele Bereiche, in denen man sich die Frage stellen kann: Ist das nachhaltig? Wir haben euch eine Liste zusammengestellt, die euch den nachhaltigen Schulstart erleichtert und wieder einmal zeigt: Umweltschutz ist im Alltag praktikabel und gar nicht so kompliziert.

Schulranzen, Mäppchen und Co.: Nachhaltige Erstausstattung

Das wichtigste zuerst: Der Schulranzen. Er ist die wohl größte Investition zum Schulbeginn und will daher gut ausgewählt sein. Wichtig ist vor allem, dass er ergonomisch geformt und nicht zu schwer ist, immerhin legt dein Kind zweimal am Tag mit ihm den Schulweg zurück. Die nachhaltigste Wahl ist wie immer, ein gebrauchtes Exemplar zu kaufen, aber Trends sind kurzlebig und natürlich spielen auch immer die Vorlieben deines Kindes eine Rolle bei der Entscheidung. Soll es also ein neuer Schulranzen sein, lohnt es sich, auf nachhaltige Alternativen zu setzen. Eine gute Anlaufstelle ist hierbei zum Beispiel Lässig Fashion. Das gleiche gilt natürlich für Mäppchen, auch hier gibt es „grüne“ Alternativen!

Für den Inhalt des Schulranzens und des Mäppchens haben wir ebenfalls ein paar Tipps. Schnellhefter und Ordner solltet ihr in der Papiervariante statt aus Plastik kaufen und dabei auf das Umweltsiegel „Blauer Engel“ achten. Bei Schreibheften und Zeichenpapier sollte man, wenn möglich auf Recycling setzen. Recycling-Papier ist heute längst nicht mehr zu unterscheiden von „neuem“ Papier, was Qualität und Farbe angeht.

Auch bei Buntstiften gibt es einiges zu beachten. I Bild: Canva

Bei Bunt- und Bleistiften ist man mit unlackierten Stiften auf der sicheren Seite. In der Lackbeschichtung befinden sich nämlich häufig Schadstoffe, Sicherheit gibt hier das CE-Zeichen. Bei Füllern, Linealen und Spitzern sollte man sich für Holz oder Metall statt für Plastik entscheiden und bei Wachsmalstiften darauf achten, dass sie ohne petrochemische Wachse auskommen. Radiergummis aus Naturkautschuk sind die beste Wahl und frei von PVC, Kleber findet man mittlerweile häufig naturbasiert. In allen Bereichen gilt übrigens: Finger weg von Duftstoffen, die sind nämlich meistens nicht besonders gesund.

Tipps für eine „grüne“ große Pause

Nicht nur Lernen kann nachhaltig sein, auch die Frühstückspause lässt sich mit einfachen Mitteln umweltfreundlicher gestalten. Bei der Brotdose ist unser Tipp, auf Edelstahl statt Plastik zu setzen. Edelstahl-Brotdosen sind deutlich langlebiger als ihre herkömmlichen Verwandten und außerdem frei von Schadstoffen. Das gleiche gilt für die Trinkflasche. Wer nachhaltig und gesund unterwegs sein will, ist mit einer Platik-Alternative gut beraten. Ebenfalls eine gute Idee für Pausenbrote sind Bienenwachstücher oder kompostierbare Frühstückstüten statt Alu- oder Frischhaltefolie.

Das Beste kommt zum Schluss: Die Schultüte

Das Highlight zu jedem Schulbeginn ist wahrscheinlich die Schultüte. In vielen Fällen wird sie bereits im Kindergarten gemeinsam gebastelt. Wenn nicht, ist eine weiterverwendbare Schultüte eine gute Idee. Es gibt zum Beispiel Tüten, die nach der Einschulung als Kissen oder Aufbewahrungsbeutel zum Einsatz kommen können.

Als Inhalt eignen sich Glücksbringer in jeglicher Form, Lieblings-Snacks, ein schöner Stundenplan und einige der oben genannten Schreibwaren als Erstausstattung. Was auch immer schön ist, ist ein Erinnerungsalbum zum Tag der Einschulung, das hinterher gemeinsam gefüllt werden kann. Oder wie wäre es mit einem Bibliotheksausweis, jetzt wo Bücher zunehmend interessanter werden und bald auch selbstständig gelesen werden können?

Nachhaltige Schreibwaren: Wichtige Siegel im Überblick

Damit ihr euch im Schreibwaren-Dschungel besser zurechtfindet, listen wir euch hier einmal die wichtigsten Nachhaltigkeits- und Umweltsiegel auf, die einen Hinweis auf ein „grünes Produkt“ geben.

Nachhaltige Forstwirtschaft kann man am Siegel erkennen. I Bild: Canva
  • FSC: Das FSC-Siegel steht für eine nachhaltigere, verantwortungsvolle Waldwirtschaft mit naturschutznaher Holzgewinnung  
  • PEFC: Ist ein Produkt PEFC-zertifiziert, hat die gesamte Produktherstellung, vom Rohstoff bis zum Endprodukt, nachhaltig auf der Basis nationaler Standards stattgefunden
  • CE-Zeichen: Produkte mit CE-Kennzeichnung erfüllen die Mindestanforderungen an die Sicherheit. Bei Stiften bedeutet das zum Beispiel, dass diese als Spielzeug für Kinder zugelassen sind und somit Grenzwerte für Schwermetalle festgelegt sind.
  • spiel gut: Das Siegel zeichnet besonders geeignetes und sinnvolles Spielzeug für Kinder aus und beachtet zudem die Umweltverträglichkeit von Spielzeug.
  • Blauer Engel: Der Blaue Engel zeichnet besonders umweltschonende Produkte und Dienstleistungen aus und wird vom Bundesumweltministerium vergeben.

Sicherheit und Umweltschutz gehen in den meisten Fällen Hand in Hand und sollten deshalb immer in die Kaufentscheidung mit einfließen. Dabei muss man sich keine Sorgen machen, dass das eigene Kind dadurch zum Außenseiter wird, im Gegenteil: Öko ist cool! Nachhaltige Schulranzen und umweltfreundliche Schreibwaren können mit herkömmlichen Produkten absolut mithalten und unterscheiden sich optisch überhaupt nicht von ihnen. Damit können alle Beteiligten entspannt in den „Ernst des Lebens“ starten.

Hier kommt eine weitere Idee für die Schultüte: Kinderbücher zum Thema Nachhaltigkeit.

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Autorin: Svenja Kopp I Symbolbild: Canva

Über den Autor

Redaktion GreenKIDZ.de

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