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Dein “grüner” Kindergeburtstag

Verfasst von LifeVERDE

Kindergeburtstage sind oft wenig nachhaltig. Doch das muss nicht so sein: Wie du Spaß und Umweltbewusstsein clever kombinierst und außerdem Müll vermeidest, erfährst du hier.

Der Kindergeburtstag ist für jedes Kind ein Highlight: Freunde einladen, Spiele spielen, Kuchen essen. Dass dabei oft ganz schön viel Müll anfällt, bemerken wir meistens erst hinterher. Wir haben uns die Frage gestellt, ob man einen Kindergeburtstag nicht auch nachhaltiger gestalten kann und sind zu dem Ergebnis gekommen: Klar geht das! Wir haben dir verschiedene Tipps und Anleitungen für eine Party mit weniger Müll zusammengestellt. Ob Schnitzeljagd, Mottoparty oder Erlebnisgeburtstag, hier sollte für jeden etwas dabei sein.

Der Klassiker im Freien: Die Schnitzeljagd

Bei der Schnitzeljagd können die kleinen Schatzsucher richtig was entdecken. Draußen im Grünen hast du außerdem die Möglichkeit, ganz nebenbei das Thema Umwelt in den Mittelpunkt zu rücken.

Wie wäre es zum Beispiel mit einer Schnitzeljagd zum Thema Bienen retten? Thematisch passende Aufgaben wären etwa, bestimmte Blumen zu finden, Saatbomben zu verteilen oder ein Bienen-Quiz zu lösen. Oder, wenn Piraten bei den Kleinen gerade wahnsinnig angesagt sind, kannst du im Zuge der Schatzsuche auch den Aspekt der Gewässerverschmutzung mit einbringen.

Die klassische Schnitzeljagd setzt sich aus verschiedenen Denk- und Zählaufgaben, Mini-Spielen, dem Finden von Hinweisen und letztendlich einer Belohnung zusammen. Eine Schatzkarte kommt auch immer gut an. Um sie möglichst authentisch zu gestalten, kannst du das Papier mit Tee oder Kaffee färben und die Ränder einreißen. Wegweiser können zum Beispiel Zettel sein, die du kurz vor der Schatzsuche im Park oder im Wald verteilst. Pfeile können mit Straßenkreide auf den Boden gezeichnet oder mit Stöcken gelegt werden. Dabei kannst du die Kinder auch in zwei Gruppen einteilen, die zeitversetzt aufbrechen. Gruppe 1 verteilt die Hinweise, Gruppe 2 muss sie finden. So gewährleistest du auch, dass die Hinweise noch auffindbar sind, wenn die Suche beginnt.

Am Ende der Schatzsuche steht natürlich der Schatz. Am schönsten ist immer ein Picknick im Freien, mit Geburtstagskuchen und kalten Getränken.  Wenn es doch ein „echter“ Schatz sein soll, eignen sich echte Edelsteine, die man günstig im Set kaufen kann. Die Schatztruhe lässt sich einfach selbst basteln, zum Beispiel aus einem Schuhkarton. In jedem Fall solltet ihr daran denken, einen Müllbeutel mit auf die Schatzsuche zu nehmen, um keinen Müll in der Natur zu hinterlassen.

Wer nicht viel Zeit zur Vorbereitung hat oder wem die Ideen fehlen, der kann auch auf ein fertiges Angebot an Schatzsuchen zurückgreifen. Diverse Seiten bieten mittlerweile digitale Anleitungen zum Download an. Das reduziert die eigene Planung auf ein Minimum.

Ein Tag, den man nie vergisst: Der andere Erlebnisgeburtstag

Vielleicht erinnerst du dich selbst an einen Geburtstag, den du als Kind gefeiert oder auf den du eingeladen warst, der auf dem Reiterhof oder im Zoo stattgefunden hat. Solche Erlebnisgeburtstage bleiben lange in Erinnerung und wenn man es richtig angeht, können die Kinder dabei noch etwas lernen. Wie wäre es mal mit einem Kindergeburtstag beim Imker, wo man viel über die Relevanz von Bienen und Bienenschutz lernen kann? Auch schön ist der Besuch auf einem Gnadenhof oder einem Begegnungshof, der das Bewusstsein der Kinder für die Natur und für ihre Mitlebewesen stärkt.

Oder es geht in ein Naturkunde- oder Abenteuermuseum, wo die Kinder viel über Tiere oder die Welt im Allgemeinen lernen können. Viele Museen bieten Führungen speziell für Kinder an, die an die Bedürfnisse und Interessen der Kleinen angepasst sind. So ein Besuch im Museum spricht die natürliche Neugierde von Kindern an und sorgt noch Tage später für Gesprächsstoff.

Ab in den Dschungel oder aufs Piratenschiff: Die nachhaltige Mottoparty

Als Kind haben wir doch alle mal davon geträumt, eine Prinzessin, ein Ritter, eine Meerjungfrau oder ein Zauberer zu sein. Diesen Wunsch kannst du deinem Kind mit einer Mottoparty erfüllen. Vor allem Mottos wie Unterwasserwelt, Dschungelparty oder Safari lassen sich zudem problemlos mit nachhaltigen Themen kombinieren.  Man kann zum Beispiel wie bei der Schatzsuche ein passendes Quiz vorbereiten, bei dem die Kinder etwas über die Natur oder über Umweltschutz lernen können.

Zu einer Mottoparty gehören natürlich auch Kostüme. Hier kann man entweder selbst kreativ sein und Kostüme basteln, vielleicht sogar mit den Kindern zusammen, oder man leiht sich online themenbezogene Verkleidungskisten aus. Soll es zu den Kostümen noch eine passende Gesichtsbemalung geben, bietet es sich in jedem Fall an, auf natürliche Kinderschminke zu setzen, die frei von Schadstoffen ist. Und auch die Deko kann man nachhaltig selbst herstellen, zum Beispiel aus Toilettenpapierrollen oder Verpackungsmaterial. Hier ist Kreativität gefragt! Nachhaltige Deko-Artikel wie zum Beispiel plastikfreie Luftballons kannst du außerdem online kaufen.

Auf dem Programm der Party könnte gemeinsames Basteln stehen, Pappschwerter und Prinzessinnenhüte zur Burgparty sind zum Beispiel sehr einfach herzustellen. Dazu brauchst du nur Pappe und Farben zum Bemalen. Im Internet kann man außerdem auch Bausätze für „größere“ Bastelprojekte wie Trommeln oder Kaleidoskope kaufen, mit denen die Kinder viel Spaß haben und sich kreativ austoben können.

Abschiedsgeschenke für die Kinder

Oft wird heute erwartet, dass man den Gästen zum Abschied kleine Geschenktüten mit nach Hause gibt. Die sind dann meist gefüllt mit Süßigkeiten und Dingen, die letztendlich nur in der Ecke liegen. Aber statt Zuckerbomben und unnützem Kleinkram kann man den Kindern am Ende des Geburtstags auch sinnvolle Geschenke mit nach Hause geben. Wenn gemeinsam etwas gebastelt wurde, reicht das zum Beispiel schon als Geschenk. Andere gute Ideen für die Abschiedstüten sind zum Beispiel: 

  • Saatbomben (gekauft oder gemeinsam hergestellt)
  • Pixi-Bücher (die müssen nicht einmal neu sein, oft findet man die kleinen Bücher in öffentlichen Bücherschränken oder die eigenen Kinder haben kein Interesse mehr an bestimmten Geschichten)
  • Tontöpfe und dazu bienenfreundliche Blumensamen

Geburtstagsgeschenke für das eigene Kind

Natürlich werden am Kindergeburtstag nicht nur die Gäste beschenkt, im Mittelpunkt steht ja immer noch das Geburtstagskind. Oft hat man keinen Einfluss darauf, was die anderen Kinder dem eigenen Kind schenken und wenn man Pech hat häufen sich Süßigkeiten, Verpackungsmüll und Plastikspielzeug an. Aber auch das kann man umgehen, indem man vorher bei den anderen Eltern Wünsche äußert. Man kann zum Beispiel darum bitten, Geschenke Second Hand zu besorgen, sei es vom Flohmarkt oder ungenutztes Spielzeug, das schon vorhanden ist und weiterverschenkt wird. Oder man äußert die Bitte, „Verbrauchbares“ wie Knetmasse, Straßenkreide oder Buntstifte zu schenken.

Kindergeburtstag feiern geht auch nachhaltig. Dabei geht es gar nicht darum, den perfekten Zero Waste-Geburtstag zu organisieren und jegliche Schokolade durch regional angebautes Obst und Gemüse zu ersetzen, das würde wahrscheinlich auch nicht besonders viel Anklang finden. Vielmehr kann man versuchen, das Thema Nachhaltigkeit über verschiedene Spiele und Rätsel anzusprechen und die Kinder so dafür zu sensibilisieren. Begegnungen mit Tieren oder professionelle Führungen durchs Museum können helfen, Zusammenhänge zu verstehen und regen zum Nachdenken an. Letztendlich sollen die Kinder Spaß haben, und wenn sie hinterher noch etwas davon mitnehmen, freuen wir uns umso mehr.

Du suchst noch ein passendes Geburtstagsgeschenk? Wie wär’s mit einem Kinderbuch zum Thema Nachhaltigkeit?

Autorin: Svenja Kopp I Symbolbild: Unsplash

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