Baby-Spielzeug Kinder-Spielzeug

Kuscheltiere, Puppen & Co. aus nachhaltigen Materialien von Bio-Spielzeug

Im Interview erzählt Christiane Sorgalla von Bio-Spielzeug, aus welchen Bio- und nachhaltigen Materialien das Spielzeug besteht und wie diese ein Faktor sind, der das Unternehmen Bio-Spielzeug von konventionellen Unternehmen abhebt.

GreenKIDZ: Was ist das Konzept von Bio-Spielzeug und wie lautet Ihre Mission?

Christiane Sorgalla: Unsere Mission ist es, dass Babys und Kinder mit biologischem, schadstofffreiem und nachhaltigem Spielzeug spielen und so die verschiedenen natürlichen Rohstoffe, wie Holz und Naturfasern, mit allen Sinnen entdecken können. Darüber hinaus können Eltern ein ruhiges Gewissen haben, wenn ihr Baby an unseren Holzspielsachen oder Stoff-Greiflingen knabbert, denn Sie sind vollkommen natürlich. 

Was macht Ihr Konzept einzigartig im Sinne der Nachhaltigkeit?

Einzigartig an unserem Konzept ist, dass wir ausschließlich Bio-Spielzeug anbieten. So können sich unsere Kunden darauf verlassen, dass beispielsweise alle Baumwollstoffe aus Bio-Baumwolle bestehen und das Holz all unserer Spielsachen aus nachhaltiger Forstwirtschaft und lokaler Erzeugung stammt. Wir sind bei der Auswahl unseres Sortimentes ziemlich streng und kaufen nur das ein, was uns wirklich überzeugt und unseren Ansprüchen gerecht wird.

Bio-Kinderspielzeug

Was kommt bei den Kindern besonders gut an?

Bei den Kindern unserer Kunden kommen besonders die Kuscheltiere der Marke Senger Naturwelt, die Puppen der Marke Nanchen Natur und die Holzspielsachen der Marke Wooden Story an. Eines meine neuen Lieblingsmarken ist Teenytini. Das ist ein kleines Label einer Designerin aus Berlin, die ganz einzigartige und bezaubernde biologische Stofftiere herstellt. Wenn man die einmal in der Hand hat, dann mag man sie gar nicht mehr hergeben.

Worin unterscheidet sich Bio-Spielzeug konkret von konventionellen Baby- und Kindermarken?

Der wichtigste Unterschied liegt ganz klar am Material selbst. Bei Stoffspielzeug wird in erster Linie Bio-Baumwolle verarbeitet. Ein großer Teil unseres Sortiments besteht darüber hinaus aus Stoffen, die GOTS zertifiziert sind. Hier ist nicht nur die Baumwolle bio-zertifiziert, sondern auch die Weiterverarbeitung bis hin zum fertigen, gefärbten Garn oder Stoff. Gefüllt werden die Stofftiere in unserem Sortiment mit natürlichen Materialien wie Wolle, Baumwolle, Maiswatte, Dinkel, Hirse und anderen Saaten.

Bei den Holzspielsachen liegt der große Unterschied darin, dass das verwendete Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt und nahezu unbehandelt bleibt. Für das Finish, das notwendig ist, um das Holz widerstandsfähiger und pflegeleichter zu machen, wird meist Leinöl oder Bienenwachs verwendet. So sehen die Kinder, wie Holz wirklich aussieht und sich anfühlt. Es wird nichts lackiert.

Biologische Stofftiere

Die Holzspielsachen, die farbig sind, sind mit natürlichen Farben gefärbt. Auch hier kommt die Holzmaserung noch voll zur Geltung und die Optik und Haptik ist einfach schön.

Wie leben Sie in Ihrem Unternehmen Nachhaltigkeit?

Wir verwenden ausschließlich Papier und Verpackungsmaterialien aus recycelten Stoffen oder nachhaltigen Rohstoffen. Unser Klebeband besteht beispielsweise aus recyceltem Plastik und unsere Kartons aus recycelter Pappe. Wenn wir Lieferungen bekommen, in der der Lieferant Füllmaterialien verwendet, verwenden wir auch dieses weiter für die Verpackung der Pakete unserer Kunden. Gut ist, dass die meisten unserer Hersteller bereits selbst bei vielen Produkten auf Umverpackungen verzichten. Viele Stofftiere kommen beispielsweise ohne Plastikverpackung. Das spart unheimlich viel Müll.

Vor welche Herausforderungen stellt Sie der Nachhaltigkeitsaspekt eventuell?

Unsere große Herausforderung ist es, die Sortimentsbreite und -tiefe zu erweitern, da der Markt an Lieferanten, die Spielzeug dieser Art anbieten, leider noch sehr gering ist. Wir waren im Januar auf der Spielwarenmesse in Nürnberg und da gibt es ca. 15 Hallen voll mit Spielzeug. Das, das für uns interessant ist, würde gerade einmal eine kleine Ecke einer Halle füllen. Aber es wird besser, inzwischen gibt es auch im europäischen Raum ein paar sehr gute Spielzeughersteller, die perfekt in unser Sortiment passen. In Kürze wird es daher einige Neuheiten bei uns zu sehen geben.

Welche Trends im Bereich nachhaltiger Produkte für Babys und Kinder finden Sie besonders spannend?

Im Bereich der nachhaltigen Baby- und Kinderspielsachen bewegen wir uns in eher klassischen Produktgruppen wie Stofftieren, Greiflingen, Bausteinen, Fahrzeugen und so weiter. Hier wird in erster Linie mit den verschiedenen Materialen experimentiert. Immer mehr an Beliebtheit gewinnt beispielsweise im Moment die Maiswatte als Füllmaterial. Sie ist einfach zu beschaffen und natürlich günstiger, da sie lokaler produziert werden kann.

Grundsätzlich finde ich in diesem Bereich jedoch spannend, das die Produkte eben nicht immer neu erfunden und verändert werden müssen, dass sie von Kindern geliebt werden. Ein Teddy ist ein Teddy und bleibt ein Teddy – jeder liebt Teddys und Stofftiere. Was braucht es mehr?

Die Spielsachen in unserem Bio-Spielzeug Shop sind hochwertig verarbeitet und haben eine lange Haltbarkeit. Mit ihnen können nicht nur die Kinder, sondern auch noch deren Kinder spielen und das ist für uns Nachhaltigkeit. Es gibt doch nichts Schöneres, als sein eigenes Kind zu sehen, wie es mit Mamas Stofftier spielt und kuschelt. 

Verraten Sie uns, was Sie für die Zukunft geplant habt?

Ja, gern. Wir sind dabei unser Sortiment weiter auszubauen und haben auf der Messe zahlreiche interessante Menschen kennengelernt. Die ersten neuen Produkte beispielsweise der Marke natureZOO aus Dänemark, die jetzt ganz neu auch eine Bio-Linie führen, sind bereits eingetroffen und bald im Shop verfügbar.

Über den Autor

Redaktion GreenKIDZ.de

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